Berg des Monats

Auf dieser Seite stelle ich euch jeden Monat einen anderen Berg vor. Dabei gebe ich neben einigen grundlegenden Informationen auch Hinweise über die Aufstiegsroute sowie meine persönlichen Erfahrungen mit der Besteigung.

Berg des Monats November: Hochfeiler (3.510m) Italien

Gipfelglück am Hochfeiler


Lage und Höhe

Der Hochfeiler (italienisch: Grand Pilastro) ist mit 3.509m der höchste Berg der Zillertaler Alpen. Der Gipfel liegt genau auf dem Hauptkamm dieser Berggruppe und sein Grat bildet die Grenze zwischen Tirol (Österreich) und Südtirol (Italien). 

Erstbesteigung

Als Erstbesteiger gilt der legendäre Bergsteiger Paul Grohmann, der in Begleitung von Georg Samer und Peter Fuchs am 24.07.1865 den Gipfel erstmals erreichen konnte. 

Aufstieg

Der Normalweg führt aus dem Unterbergtal hinauf zur Hochfeilerhütte und dann über den Südwestgrat auf den Gipfel und ist auch der Weg der Erstbesteiger. Von Norden her führt ein langer und weitaus anspruchsvollerer Weg aus dem Schlegeistal und über den Ostgrat hinauf (UIAA IV).




Mein Weg auf den Hochfeiler

 Dem Hochfeiler widmete ich im September 2019 ein eigenes Bergwochenende in Südtirol. Über den Normalweg stiegen wir bei schlechten Wetterbedingungen hinauf zur Hochfeilerhütte, die wir nach 3 Stunden im Regen und Nebel erreichten. Lediglich eine handvoll Bergsteiger verliefen sich an diesem Tag auf diesem großen Stützpunkt. Das Wetter sollte allerdings am Folgetag besser werden, sodass ein Aufstieg im Bereich des möglichen war.

Tatsächlich waren Nebel und Regen am nächsten Tag strahlendem Sonnenschein gewichen, sodass wir voller Tatendrang Richtung Gipfel aufbrachen. Direkt oberhalb der Hütte war eine der Schlüsselstellen mit leichter Kletterei im I. Grad überwunden, bevor aus spektakulär auf dem Südostgrat des Hochfeiler Richtung Gipfel ging. Strahlender Sonnenschein aber Temperaturen unter 0° C und eisiger Wind machten den Aufstieg zu einem Erlebnis. Als wir um kurz nach 9.00 Uhr den Gipfel erreichten, breiteten sich die gesamten Zillertaler-Alpen unter uns aus und die Fernsicht war atemberaubend.

Der anschließende Abstieg über 1.800 Höhenmetern bis ins Tal war zehrend aber bei traumhaftem Wetter bis zuletzt ein Genuss.

Fazit: Großartige Bergtour mit lediglich mäßigem technischem Anspruch, mit Übernachtung auf der Hütte auch konditionell gut machbar.


NEU: Der Berg des Monats jetzt immer auch als kurzes Video!