Die Route

Auf dieser Seite stelle ich euch die Route im Detail vor. Die Tour begann in Murnau am Staffelsee kurz vor Garmisch-Partenkirchen. Der weitere Verlauf führte über den Sellrain, die Stubaier Alpen, die Ötztaler Alpen, die Ortler-Region bis hin zum Adamello-Gebirge bzw. den Brenta-Dolomiten. Am Südufer des Gardasees ist Salo der Zielort, an dem die Alpen endgültig überquert sind.

Der Routenverlauf

Eine mehrwöchige Alpenüberquerung ist nicht im Detail und im Voraus zu planen. Im Vorfeld jede einzelne Etappe zu planen ist natürlich möglich, allerdings ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich durch Wettereinflüsse oder aber auch Verletzungen, benötigte Pausentage etc. der geplante Verlauf ändert enorm groß. Bereits ein Tag Verzug hätte alle Pläne und Reservierungen auf Hütten oder Pensionen zu nichte gemacht. 

Ursprünglich geplant war, lediglich die ersten 6-8 Etappen zu buchen und dann von Tag zu Tag zu schauen. Durch die Corona-Pandemie war ich allerdings gezwungen, ALLE Unterkünfte im Vorfeld zu buchen. So bestand jetzt grundsätzlich die Gefahr, durch Verletzungen, Wetter, etc. in Verzug zu geraten. Ich habe 3 Pausentage eingebaut, die es mir ermöglichen würden, im Zeitplan zu bleiben, falls mal etwas schief geht. Im folgenden Stelle ich euch die einzelnen Etappen detailliert vor:

 

Die Etappen

1. Etappe

Start: Murnau am Staffelsee (688m)

Ziel: Weilheimer Hütte (1.946m)

Die erste Etappe führt vom Murnau am Staffelsee über die Ortschaften Hechendorf und Eschenlohe ins Estergebirge und hinauf zur Weilheimer Hütte auf 1.955m. 

Der Weg führt zunächst aus Murnau hinaus und dann immer am Ufer der Loisach Richtung Süden. In Eschenlohe zweigt der Weg leicht östlich ab und führt dann durch die Archtalschlucht steiler hinauf. Unterhalb der Hohen Kisten biegt der Weg dann rechts ab und führt unterhalb von Archtalkopf, Schindlerskopf und Oberer Rißkopf zur Weilheimer Hütte.

Länge: 19,3km | Aufstieg: 1.340m | Abstieg: 80m | Dauer: ca. 6,5 Stunden 


2. Etappe

Start: Weilheimer Hütte (1.946m)

Ziel: Garmisch-Partenkirchen (708m)

Die zweite Etappe führt von der Weilheimer Hütte zunächst auf den Gipfel des Krottenkopfes (2.086m), wo ich mir ggfs. den Sonnenaufgang ansehen werde (20 Minuten ab Hütte). Über den Bischof (2.033m) führt der Weg weiter auf den Hohen Fricken (1.940m) wo bereits der dritte Gipfel des Tages ansteht.  Vom Hohen Fricken gehts dann dann stetig bergab. Unterhalb des Wank führt der Weg über den Hüttlsteig hinunter bis ins Zentrum von Garmisch Partenkirchen, wo die zweite Etappe endet.

Länge: 14,2km | Aufstieg: 340m | Abstieg: 1.590m | Dauer: ca. 6 Stunden


3. Etappe

Start: Garmisch-Partenkirchen (708m)

Ziel: Reintalangerhütte (1.366m)

In Garmisch verlasse ich das Estergebirge und beginne den Aufstieg ins Wettersteingebirge. Die Route führt dabei über den "Hohen Weg" vorbei an der Kochelbergalm und immer oberhalb der Partnach entlang ins Reintal. Die schön gelegene Bockhütte wird nochmal eine Rastmöglichkeit bieten. Von dort führt der Weg lang aber nur leicht ansteigend weiter hinein ins Reintal, wo diese recht kurze Etappe an der Reintalangehütte endet. Diese liegt wunderbar am Rande der Partnach gelegen mit toller Sonnenterasse.

Länge: 16,5km | Aufstieg: 810m | Abstieg: 140m | Dauer: ca. 4,25 Stunden


4. Etappe

Start: Reintalangerhütte (1.366m)

Ziel: Coburger Hütte (1.917m)

Die vierte Etappe beginnt mit dem Aufstieg zur Partnachquelle und weiter zur Knorrhütte. Hier zweigt der Weg in südlicher Richtung ab und führt hoch hinauf auf das Gatterl, wo ich die Grenze zu Österreich überschreite. Ab hier führt der Weg wieder ein Stück hinunter auf die Hochfeldernalm, wo sich eine Rast auf der gleichnamigen Almhütte anbietet. Nun gehts wieder bergan zum malerischen Seebensee, bevor es in den finalen Anstieg zur Coburger Hütte geht, die direkt am Ufer des Drachensees liegt.

Länge: 15,5km | Aufstieg: 1.140m | Abstieg: 620m | Dauer: ca. 6 Stunden


5. Etappe

Start: Coburger Hütte (1.917m)

Ziel: Obsteig (991m)

Vorbei am Drachensee beginnt die 5. Etappe mit dem Aufstieg zum Vorderen Tajakopf (2.450m), wo man den höchsten Punkt dieser Etappe erreicht. Über den benachbarten Hinteren Tajakopf (2.407m) führt der Abstieg zunächst auf die Grünsteinscharte, die den Übergang über die Mieminger Kette darstellt. Von der 2.263m hohen Grünsteinscharte führt der Weg zunächst sehr steil über Geröll, später abflachend hinunter Richtung Obsteig, wo die Etappe endet.

Länge: 12,3km | Aufstieg: 690m | Abstieg: 1.580m | Dauer: ca. 5 Stunden


6. Etappe

Start: Obsteig (991m)

Ziel: Bielefelder Hütte (2.112m)

In Obsteig führt der Weg zunächst in südlicher Richtung in den Wald, wo dann in östlicher Richtung die Ortsteil "Thal" und "Wald" passiert werden. Oberhalb von Mötz zweigt der Weg wieder Richtung Süden ab und führt westlich am Ort vorbei bis hinunter nach Silz, wo der Inn überquert wird. Hier beginnt nun der lange Hüttenzustieg zur Bielefelder Hütte,der insbesondere im unteren Teil steil anzieht. Auf halber Strecke liegt das Örtchen "Ochsengarten", wo sich nochmal eine Einkehr anbietet. Der letzte Abschnitt führt vorbei an der Balbacher Alm, kurz darauf ist die Bielefelder Hütte erreicht.

Länge: 21,7 km / Aufstieg: 1.680m / Abstieg: 600m / Dauer: 7,5 Stunden


7. Etappe

Start: Bielefelder Hütte (2.112m)

Ziel: Schweinfurter Hütte (2.028m)

Die Sellrainer Alpen sind erreicht und die Route führt nun auf den Spuren der "Sellrainer Hüttenrunde" in 3 Tagen bis nach Gries im Sellrain. Die Route führt ab der Bielefelder Hütte zunächst Richtung Wetterkreuzkogel nach Osten. Der Weg zweigt südlich ab und passiert die gewaltigen Westflanken von Acherkogel und Wechnerkogel und führt dann in süd-östlicher Richtung hinauf auf die Hochreichscharte. Hier ist in kurzer Zeit der Hochreichkopf erreicht, der knapp die 3.000er Marke überschreitet. Zurück an der Hochreichscharte führt der Weg steil und geröllig hinunter ins Steinkar. An der Finstertalalm wird das Gelände grüner und führt durch lichten Wald hinüber zum Tagesziel, der Schweinfurter Hütte. Insgesamt eine hoch-alpine und lange Etappe, die zur ersten Liga der Höhensteige in den Alpen zählt!

Länge: 13,2km / Aufstieg: 920m / Abstieg: 1.000m / Dauer: 8,5 Stunden


8. Etappe

Start: Schweinfurter Hütte (2.028m)

Ziel: Westfalenhaus  (2.273m)

 

Die Etappe beginnt mit einer langgezogenen Traverse in süd-östlicher Richtung, bei der die Route die mächtigen Gipfel "Zwieselbacher Rosskogel" und "Gleirscher" Rosskogel" passiert. Unterhalb des Gleirscher Rosskogels führt der Weg dann in nord-östlicher Richtung hinauf zur Pforzheimer Hütte, wo sich eine Rast anbietet.

Ab der Hütte führt der Weg wieder in südlicher Richtung immer entlang des Gleirschbachs unter mäßiger Steigung hinauf zur Zischgernscharte. Der Abstecher auf die 3.002m hohe Schöntalspitze ist sicherlich Pflicht, bevor es dann weiter hinunter Richtung Westfalenhaus geht. Kurz vor dem Tagesziel liegt noch die 2.473m hohe Münsterhöhe auf dem Weg, der Hausgipfel des Westfalenhauses.

Länge: 13,5km / Aufstieg: 1.400m / Abstieg: 1.160m / Dauer: 6,5 Stunden


9. Etappe

Start: Westfalenhaus  (2.273m)

Ziel: Pension Winnebach in Gries (1.700m)

 

Das Westfalenhaus wird in südlicher Richtung über den Dr-Siemon-Weg verlassen. Unterhalb des Seeblasstocks steilt das Gelände schnell auf und führt über Geröll bis zum Rand des Grüne Tatzen Ferners. Oberhalb des Gletschers führt der Weg in leichter Kletterei über den Ostgrat zum Gipfel. Der Abstieg erfolgt auf gleichem Weg, ab Abzweig zur Hütte dann aber talwärts Richtung. An der Ernst-Riml-Spitz wird ein zweiter Gipfel erreicht, bevor der Weg zur Winnebachseehütte ausläuft. Hier bietet sich eine Mittagsrast an, bevor der Abstieg ins Tal über die Winnebachalpe erfolgt. Oberhalb vom Wanderdorf Gries liegt der kleine Ortsteil Winnebach, hier endet die Etappe. Pausentag!

Länge: 12,4km / Aufstieg 890m / Abstieg 1.470m / Dauer: 6,00 Stunden


Pausentag in Gries


10. Etappe

Start: Pension Winnebach in Gries (1.700m)

Ziel: Rüsselsheimer Hütte (2.383m)

In Winnebach führt der Weg zunächst talwärts hinunter nach Gries. Vorbei an den Ufern des Fischbachs gehts in westlicher Richtung hinüber nach Längenfeld, wo der Weg in südlicher Richtung abzweigt. Immer entlang der Ötztaler Ache geht`s bis kurz vor Huben, wo der lange Anstieg zur Rüsselsheimer Hütte beginnt. Durch das Breitlehntal führt der Weg hinauf zum Breitlehnjöchel und dann weiter in südlicher Richtung bis zum Gipfel des Gahwinden (2.640m). In einer großen Rechtskurve zieht der Weg dann noch ca. 250Hm hinunter zur Rüsselsheimer Hütte, wo das Tagesziel nach einer der längsten Etappen dieses Fernwanderwegs erreicht wird.

Länge: 23,1 km / Aufstieg: 1.700 m / Abstieg: 1.050 m / Dauer: 8,00 Stunden


11. Etappe

Start: Rüsselsheimer Hütte (2.323m)

Ziel: Braunschweiger Hütte (2.759m)

 

Von der Rüsselsheimer Hütte führt der Mainzer Höhenweg über drei Gletscher und fünf 3000er-Gipfel bis zur Braunschweiger Hütte. Eine hochalpine Unternehmung, die neben den technischen Anforderungen (Gletscher, Kletterstellen bis II. Grat) vor allem Kondition für eine Gehzeit von 8-10 Stunden erfordert. Von der Hütte zieht der Weg direkt steil an bis zum Weißmaurajoch, wo bereits fast 700 Höhenmeter im Aufstieg zurück gelegt werden. Über den nördlichen und südlichen Puitkogelferner geht`s dann hinauf auf den 3.247m hohen Wassertalkogel, wo das Rheinland-Pfalz-Biwak steht. Weiter über den Gipfel des Gschrappkogl (3.194m) und Wurmsitzkogel (3.079m) gehts über den Pollesfernerkopf (3.015m) und den nördlichen Polleskogel (3.015m) vorbei am Pollesferner bis zum Pitztaler Jöchl. Von hier steigt man die letzten 250 Hm hinab zur Braunschweiger Hütte.

Länge: 11,2km / Aufstieg: 1.100m / Abstieg: 700m / Dauer: 8-10 Stunden


12. Etappe

Start: Braunschweiger Hütte (2.759m)

Ziel: Breslauer Hütte (2.844m)

 

An der Braunschweiger Hütte startet diese Etappe mit dem Aufstieg zum Pitztaler Jöchel und dann hinunter zum Rosi-Mittermaier-Tunnel, den ich zu Fuß durchqueren werde. Auf dem Ötztaler Höhenweg führt der Weg oberhalb des Ötztals bis oberhalb des Bergsteigerdorfs Vent. Unterhalb des 3.019m hohen Wilden Mannle zweigt der Steig dann in leicht nördlicher Richtung hinauf zur Breslauer Hütte auf 2.844m, eine der höchsten Unterkünfte auf dem gesamten K1! Die Etappe ist durch die Gesamtlänge anspruchsvoll, allerdings stehen hier vergleichsweise wenig Höhenmeter auf dem Plan.

Länge: 18,5km / Aufstieg: 860m / Abstieg: 790m / Dauer: 6,00 Stunden


13. Etappe

Start: Breslauer Hütte (2.844m)

Ziel: Hochjochhospiz (2.412m)

 

Bei der 13 Etappe habe ich mich beim Übergang von der Breslauer Hütte zum Hochjochhospiz für die anspruchsvollere Variante über die Vernagthütte und die Hintere und Mittlere Guslarspitze entschieden (3.147m / 3.128m).

Der Tag beginnt mit dem Aufstieg zum 3.134m hohen Urkundholm, den ich zum Tagesanbruch erreichen möchte. Zurück an der Hütte folgt der Weg in süd-westlicher Richtung hinauf zur Vernagthütte, die sich für eine Mittagspause anbietet. Von hier sind die beiden Guslarspitzen das nächste Ziel. Der Abstieg erfolgt dann von der mittleren Guslarspitze bis zum Abzweig am Dolorettenweg, der bis zum Hochjochhospiz hinunter führt. Eine hochalpine Etappe mit insgesamt drei 3000ern!

Länge: 14,9km / Aufstieg: 820m / Abstieg: 1.260m / Dauer: 6,00 Stunden


14. Etappe

Start: Hochjochhospiz (2.412m)

Ziel: Rifugio Bella Vista (2.845m)

 

 

Diese eigentlich recht kurze Etappe wird durch die Besteigung des 3.355m hohen Saykogels aufgepeppt. Zunächst folgt der Weg dem Hüttenübergangs zum Rifugio Bella Vista. Ab Abzweig zum Gipfel führt der Weg in östlicher Richtung und in steilem Gelände insgesamt über 800 Höhenmeter hinauf zum aussichtsreichen Saykogel, den ich über den Gletscherfreien Normalweg ansteuere. Zurück auf dem Hüttenzustieg, führt der Weg dann wieder stetig steigend zum Rifugio Bella Vista auf 2.845m. Wieder so eine Hochalpine Übernachtungslocation, mitten in der Ötztaler Gletscherwelt.

Länge: 14,0km / Aufstieg: 1.340m / Abstieg: 890m / Dauer: 6,00 Stunden


15. Etappe

Start: Rifugio Bella Vista (2.845m)

Ziel: Schlanders (660m)

 

Die 15. Etappe gehört zu den längsten und heftigsten auf dem K1 und fordert einen Abstieg über fast 3.000 Höhenmetern! Zunächst geht´s hinunter nach Kurzras, wo bereits 700 Hm Abstieg geschafft sind. dann führt der Weg allerdings wieder ca. 700 Höhenmeter hinauf zum Kortschersee, der auf 2.510m liegt. Hier beginnt dann der lange und kraftraubende Abstieg über weitere 2.000 Höhenmetern hinunter nach Schlanders. Dabei wird das lange Schlandrautal für den Weg ins Tal genutzt, wo der Talort auf 660m erreicht wird. Ein langer Tag und aufgrund der langen Abstiege sicher deutlich kräftezehrend. Pausentag!

Länge: 23,0km / Aufstieg: 740m / Abstieg: 2.840m / Dauer: 8,50 Stunden


Pausentag in Schlanders


16. Etappe

Start: Schlanders (660m)

Ziel: Berggasthof Stallwies (1.953m)

 

Die Etappe beginnt mit dem Einstieg in den Nationalpark Stilfser Joch. Die Hänge des Nördersbergs sind hier mit zahlreichen Bauernhöfen besiedelt. Der Weg zieht dann in südlicher Richtung weiter hinauf Richtung Sonnenberg. Während sich auf der linken und rechten Seite erneut hohe 3.000er Gipfel auftürmen, führt der Pfad in moderater Höhe hinüber zum Berggasthof Stallwies, dem höchsten Kornhof Europas auf 1.953m. Eine technisch moderate Etappe, die den Einstieg in die Ortlerregion und den Vinschgau einläutet.

Länge: 16,3km / Aufstieg: 1.690m / Abstieg: 510m / Dauer: 5,75 Stunden


17. Etappe

Start: Berggasthof Stallwies (1.953m)

Ziel: Marteller Hütte (2.585m)

 

 

Der Übergang zur Marteller Hütte führt oberhalb des Martelltals über den Marteller Höhenweg. Am Lago di Gioveretto biete die Lyfialm einen schönen Platz zur Einkehr. Während in regelmäßigen Abständen die steilen Aufstiege zu den hohen 3.000ern Schluderspitze (3.230m), Lyfispitze (3.352m) und Plattenspitze (3.422m) in westlicher Richtung abzweigen, führt der Marteller Höhenweg in südlicher Richtung stetig steigend hinauf zur Marteller Hütte, die auf 2.585m inmitten zahlreicher Gletscher (Fürkeleferner, Höhenferner, Langenferner) liegt und Ausgangspunkt für zahlreiche große Gipfelziele ist. 

 Länge: 14,0km / Aufstieg: 1.130m / Abstieg: 450m / Dauer: 5,0 Stunden


18. Etappe

Start: Marteller Hütte (2.585m)

Ziel: Peio (1.173m)

 

Die 18. Etappe startet mit dem Aufstieg in die beeindruckende Gletscherwelt der Ortler-Region. Die südlichen Ausläufer des Fürkeleferner werden in einer Höhe von 3.000m überquert, bevor es am Abzweig des Fürkelegrats, der zur Zufallsspitze führt, in süd-östlicher Richtung hinunter zum Rifugio Guido Larcher geht, welches sich für eine Rast anbieten. Von hier an beginnt der lange Abstieg hinunter in den Talort Peio. Weiterhin oberhalb des Martelltals führt der Steig unterhalb des wuchtigen Monte Vioz (3.645m) immer weiter hinunter nach Peio im Trentino. 

 Länge: 19,2km / Aufstieg: 530m / Abstieg: 1.730m / Dauer: 7,00 Stunden


19. Etappe

Start: Peio (1.173m)

Ziel: Rifugio Angelino Bozzi (2.478m)

 

Die 19. Etappe ist einer der kürzesten auf dem K1 und führt von Peio hinauf in die südlichen Ortler-Regionen zum Rifugio Angelino Bozzi. Die Route führt immer entlang des Torrento Noce Nero durch das langgezogene Peio-Tal. Auf einer Höhe von 1.800m liegt der Lago di Pian Palü, an dem sich eine Rast anbietet. Vorbei am Südufer des Sees beginnt dann der Hüttenzustieg. Zwischen Cocchiole (2.698m) und Monte Comiciolo (2.538m) führt der Steig weitere 600 Höhenmeter hinauf zum kleinen Rifugio Bozzi, welches schön am Ufer des Laghetto di Montozzo liegt und gerade mal 24 Wanderern einen Schlafplatz bietet.

Länge: 12,9 km / Aufstieg: 1.230m / Abstieg: 140m / Dauer: 4,00 Stunden


20. Etappe

Start: Rifugio Angelino Bozzi (2.478m)

Ziel: Vione (1.250m)

 

Die Etappe bildet den Übergang der Ortler-Region in die nördlichen Adamello Alpen. Zudem verlässt der K1 hier den Bereich des Nationalparks Stilfser Joch. Der Weg führt zunächst ohne großen Höhenverlust auf einer Höhe von 2.200m in süd-westlicher Richtung Precasaglio, wo nach einem Abstieg über 800 Höhenmetern der Talboden erreicht ist. Die Route passiert in nun eher westlicher Ausrichtung die Orte Ponte di Legno und Temù, bevor der Zielort Vione auf 1.250m erreicht wird. Etwas ausserhalb des Ortes ist das Tagesziel erreicht.

 

Länge: 17,3 km / Aufstieg: 80m / Abstieg: 1.430m / Dauer: 4,25 Stunden


21. Etappe

Start: Vione (1.250m)

Ziel: Rifugio Garibaldi (2.843m)

 

Auf dieser Etappe beginnt die Durchquerung der Adamello-Alpen. Der Einstieg erfolgt dabei im nördlichen Teil beim Zustieg zum Rifugio Garibaldi. In Vione geht es zunächst wieder in östlicher Richtung, bevor der Weg südlich Richtung Lago di Avio abzweigt. Der See liegt auf knapp 2.000m Höhe und wird am westlichen Ufer passiert. Ein steiler und anspruchsvoller Steig führt dann in östlicher Richtung hinauf zum Rifugio Garibaldi, das wunderbar am Lago Venerocoio auf 2.843m Höhe liegt und vom äußeren Erscheinungsbild einer Festung gleicht.

Länge: 14,9 km / Aufstieg: 1.440m / Abstieg: 20m / Dauer: 5,00 Stunden


22. Etappe

Start: Rifugio Garibaldi (2.843m)

Ziel: Rifugio Serafino Gnutti (2.166m)

 

Der K1 folgt in diesem Bereich in Teilen dem Adamello Höhenweg 1, der gleichzeitig die Durchquerung der Adamello Alpen markiert. Die Etappe beginnt mit dem Abstieg zurück zum Lago di Avio und führt dann in südlicher vorbei am Lago Pantano Richtung Süden. Mit der Cima Plem (3.182m) liegt ein weiterer 3000er auf dem Weg, der mit zusätzlichen 200 Höhenmetern erreichbar ist. Nach erfolgreicher Besteigung führt der Steig dann ein Stück hinunter Richtung Como del Cristallo, der östlich passiert wird. Bis zum Tagesziel trennt uns dann noch ein Abstieg über 800 Höhenmtern, bevor das Rifugio am Lago Miller endlich erreicht ist. Pausentag!

Länge: 12,5 km / Aufstieg: 1.160m / Abstieg: 1.530m / Dauer: 6,50 Stunden


Pausentag im Rifugio Gnutti


23. Etappe

Start: Rifugio Serafino Gnutti (2.166m)

Ziel: Rifugio Citta di Lissone (2.017m)

 

Der Übergang vom Rifugio Gnutti zum Rifugio Citta di Lissone überschreitet 2 Pässe und erfordert einige Höhenmeter im Auf- und Abstieg.

Die Etappe beginnt mit einem steilen Anstieg Richtung Passo Miller, der in einer Höhe von 2.818m passiert wird. Der nun folgende Abstieg führt uns zum gleichnamigen Rifugio Prudenzini, wo sich eine Mittagspause anbietet. Das nächste Ziel ist der Passo di Poia, der in einer Höhe von 2.757m überschritten wird. Nächstes Ziel ist das Rifugio Baita Adame, wo sich eine weitere Pause anbietet. Hier ist bereits der größte Teil des Abstiegs geschafft, sodass der weitere Zustieg zum Rifugio Citta di Lissone nur noch Formsache ist. 

Länge: 13,0 km / Aufstieg: 1.130m / Abstieg: 1.300m / Dauer: 6,50 Stunden


24. Etappe

Start: Rifugio Citta di Lissone (2.017m)

Ziel: Rifugio Maria e Franco (2.563m)

 

Erneut viele Höhenmeter stehen beim Übergang zum Rifugio Maria e Franco an. Der Tag beginnt mit dem Anstieg Richtung Punta di Rosso (2.684m). Es folgt ein langer Abstieg zum Lago di Malga, der am Westufer passiert wird. Weiter geht es in südlicher Richtung vorbei am Lago di Campo auf knapp 2.000m Höhe. Nach kurzem Gegenanstieg zum Como della Vecchia (2.396m) geht es weiter zum Gipfelanstieg auf den Monte di Castello (2.891m). Nach weiteren 300 Höhenmetern Abstieg ist das Tagesziel erreicht. Die kleine und einsam gelegen Schutzhütte gehört zur Italienischen Alpenverein Sektion Brescia.

Länge: 13,5 km / Aufstieg: 1.590m / Abstieg: 1.000m / Dauer: 6,00 Stunden


25. Etappe

Start: Rifugio Maria e Franco (2.563m)

Ziel: Rifugio Tita Secchi (2.367m)

 

Die 25. Etappe bietet einen hochalpinen Übergang in durchgängig felsigem Gelände. Zunächst steht ein 300 Hm Abstieg zum Lago delle Pile an. Die Route folgt dann dem kleinen Bächlein Torrente valle di Doi in südlicher Richtung und zweigt dann östlich ab hinauf zum Monte Monoccola (2.683m), wo nochmal ein Gipfel erreicht wird. Vorbei am Bivacco Capanna Mattia führt der Weg in südlicher Richtung über den Monte Listino (2.749m) und dann hinunter zum Rifugio Tita Secchi, welches malerisch am Lago della Vacca liegt. 

Länge: 13,5 km / Aufstieg: 940m / Abstieg: 1.170m / Dauer: 5,25 Stunden


26. Etappe

Start: Rifugio Tita Secchi (2.367m)

Ziel: Bagolino (778m)

 

In dieser Etappe verlässt der K1 die hochalpinen Bereiche der Adamello Alpen und führt hinunter nach Bagolino. Die Etappe ist aufgrund der Länge und des langen Abstiegs über 2.000 Höhenmetern eine der anspruchsvollsten. Bevor der lange Abstieg beginnt, führt der Weg allerdings zunächst gut 400 Höhenmetern hinauf zum Cresto di Laione und dann hinunter zur Malga Cadino. Über die Malga Gera Bassa folgt der K1 dann dem Bach Torrente di Cadino bis zur Malga Sanguinera. Im Talort Val Dorizzo ist etwa die Hälfte der Strecke absolviert. Immer entlang am Fiume Caffaro führt der Weg hinunter nach Bagolino, wo die Etappe endet. 

Länge: 22,4 km / Aufstieg: 430m / Abstieg: 2.010m / Dauer: 6,00 Stunden


27. Etappe

Start: Bagolino (778m)

Ziel: Crone (368m)

 

Die Etappe führt uns zum Lago Idro, den viele als Geheimtipp und Alternative zum Gardasee bezeichnen. Von Bagolino führt der K1 über die Dosso Alto Höhenstraße hinauf zum Monte Censo (1.013m), den "Hausberg" des Sees. Weiter gehts hinunter nach Anfo, wo das westliche Ufer des Sees erreicht wird. Der Weg führt bis zum Südufer des Sees und bietet permanent einen tollen Ausblick auf den See. Am Südufer des Sees angelangt folgen wir dem Uferweg bis nach Crone, wo die Etappe nach 20km endet.

 

Länge: 20,0 km / Aufstieg: 780m / Abstieg: 1.160m / Dauer: 5,50 Stunden


28. Etappe

Start: Crone (368m)

Ziel: Rifugio Pirlo allo Spino (1.167m)

 

Auf dieser Etappe schwingt sich der K1 ein letztes mal zu den Gardaseebergen hinauf. Die Route verlässt Crone und den Lago Idro in östlicher Richtung. Der Weg führt hinauf zur Cima Ganone (1.340m), wo der höchste Punkt der Etappe erreicht ist. Am Rifugio Guiseppe Granata bietet sich eine Rast an, bevor es in den finalen Abstieg geht. Dieser führt unterhalb des Monte Spino (1.504m) entlang und nach 17km ist das Rifugio Pirlo allo Spino erreicht. Von der Hütte ist dann das erste mal der Gardasee zu sehen, ein idealer Ort für die letzte Übernachtung auf dem K1, bevor dann die letzte Etappe ansteht!

Länge: 17,0 km / Aufstieg: 1.210m / Abstieg: 450m / Dauer: 5,00 Stunden


29. Etappe

Start: Rifugio Pirlo allo Spino (1.167m)

Ziel: Salo (75m)

 

Die letzte Etappe auf dem K1 durchquert den südlichen Teil der Gardaseeberge und führt hinunter zur kleinen Hafenstadt Salo am Südufer des Gardasees, wo die Alpen endgültig überquert sind.

Der Weg bietet immer wieder einen traumhaften Blick auf den See und ist der perfekte Abschluss der Tour. Über Bagnolo und Serniga führt der Weg stetig hinunter nach Salo, welches auf 75m über dem Meeresspiegel liegt. Nord-östlich von Salo trifft der Weg auf die Uferpromenade, die für die letzten Kilometer bis zum Ziel genutzt wird. Am Südufer des Gardasees sind die Alpen dann endgültig überquert!

Länge: 14,7 km / Aufstieg: 230m / Abstieg: 1.290m / Dauer: 4,50 Stunden


Statistiken zum Projekt K1

Startort: Murnau am Staffelsee

Zielort: Salo am Gardasee

 

Anzahl Etappen: 29 Etappen

Anzahl Kilometer: 464 km

Höhenmeter Aufstieg: 29.180 Hm 

Höhenmeter Abstieg: 29.740 Hm

Geplante Gehzeit (ohne Pausen): 165 Stunden


Alle Etappen zum Nachlesen findet ihr im Blog 2020!